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ALOE VERA
DIE SUPERPFLANZE
Bereits Alexander der Große ließ Verwundungen der Soldaten angeblich mit dem Saft der Aloe vera behandeln. Von Nofretete und Cleopatra wird gesagt, dass sie eine Aloe-Paste zur Haut- und Schönheitspflege einsetzten.
Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh.) beschreibt die Aloe in der Materia Medica
als eine Pflanze, die »[…] adstringirende, austrocknende, den Körper
verdichtende, den Bauch lösende, den Magen reinigende Kraft […]« habe,
die mit Wasser getrunken gegen Gelbsucht helfen, aber auch als Abführmittel und aufgetragen bei Wunden und Geschwüren (vor allen im Bereich der Geschlechtsorgane) Wirkung zeigen soll. Auch die Ayurveda-Medizin kennt ähnliche Einsatzgebiete auf der Haut und bei Menstruationsbeschwerden. Nahe am Aberglauben war die Vorstellung der Maya,
Aloe verleihe Frauen die Kraft der Jugend und regeneriere die weibliche
Natur. In den Ländern mit einem hohen Anteil von Naturvölkern wurde die
Aloe angeblich als Abtreibungsmittel verwendet.
In der frühen Neuzeit brachten die spanischen Conquistadores die Pflanze nach Mittelamerika, auf die Westindischen Inseln und nach Bolivien. Die Maya gaben ihr den Namen „Quelle der Jugend“. Christoph Kolumbus
führte Töpfe mit Aloe vera auf seinen Schiffen mit, um wie Alexander
der Große die Verletzungen der Soldaten behandeln zu können. lm 16. Jahrhundert entdeckten spanische Jesuiten dann die wilde Aloe
auf der Insel Sokotra (am Kap von Afrika), wo bis heute große Vorkommen
sind. Diese wurden bis etwa 1920 für medizinische Zwecke nach Europa
verschifft. Da die Reisen sehr lange dauerten, konnten die Aloe-Blätter
nicht in frischem Zustand transportiert werden, sondern mussten vor Ort
eingedickt, also gekocht werden. Das Wasser wurde entzogen und übrig
blieb ein Granulat,
das ohne Probleme verschickt werden konnte. Durch die Erhitzung haben
sich allerdings viele der in natürlicher Form enthaltenen, etwa 300
pharmazeutischen Substanzen verändert und durften somit nur in
medizinischen Produkten verwendet werden, denn besonders das Aloin, also
ein Bitterstoff, konnte in gekochter Form schon bei kleinerer Dosis giftige Wirkungen zeigen, was in frischem Zustand nicht der Fall war.
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde mit der Verwendung von Röntgenstrahlen
in der Krebstherapie die Aloe-Paste als Mittel gegen die
Hautverbrennungen durch hohe Strahlendosen wiederentdeckt. Ab etwa 1920
bis zum Jahr 2002 fristete diese Heilpflanze ein unbekanntes Dasein,
denn die Pharmaindustrie war in der Lage, viele der in der Natur
vorkommenden Substanzen zu synthetisieren. Wie auch andere Kosmetika werden Aloe-Vera-Produkte häufig von MLM-Unternehmen
vertrieben. Aloe wird (häufig über den gleichen Vertriebsweg) auch als
Frisch-(Press)-Saft oder „Mark“ für die innerliche Anwendung gehandelt.
Dabei werden oftmals Produkte angeboten, die aufgrund des
Produktionsprozesses (zum Beispiel Wärmebehandlung, Filtrierung) nahezu
wirkungslos sind. Seit Jahrhunderten wird sie als „Erste-Hilfe-Pflanze“ verwendet und in einigen Kulturen auch „Pflanze der Unsterblichkeit“ genannt.
Die Aloe Vera ist eine Wüstenlilie, eine der etwa 700 Lilienarten. Sie sieht eigentlich eher wie ein Kaktus aus und gleicht der amerikanischen Agave. Die Aloe Vera wird schon seit einigen tausend Jahren in den verschiedensten Kulturen als Heilpflanze geschätzt und gilt als Symbol für Gesundheit und Wohlergehen.
Außergewöhnlich sind bei dieser Pflanze die Schutzeigenschaften gegen das Verdunsten von Feuchtigkeit. Wird eines der Blätter der Pflanze verletzt, so heilt die Wunde fast augenblicklich. Die alten Ägypter schlossen deshalb bereits vor mehr als 3.500 Jahren daraus, dass diese Fähigkeiten auch der Behandlung des menschlichen Organismus und der Haut zugute kommt.
Zur Familie der Aloe Vera Pflanzen zählen über 300 verschiedene Arten. Zu Ihnen gehört auch die "echte Aloe", die Aloe Barbadensis Miller, auch "wahre Aloe" genannt. Diese Pflanze ist für uns Menschen am bekömmlichsten.
Der Flüssigkeitsgehalt im Blatt liegt durchschnittlich bei 95% und wird durch eine wachsartige und feuchtigkeitsspendende Hautschicht bedeckt. Der Gesamtwirkstoffgehalt entwickelt sich je nach Aufzucht und Pflege erst nach dem 3. bis 5. Lebensjahr der Pflanze.
In den prallgefüllten Blättern der Wüstenpflanze befindet sich ein Wasserspeicher der um die 160 kostbare Wirkstoffe enthält die tief in die Haut eindringen und dort ihre heilende, pflegende und schützende Wirkung entfalten.
Das aus den Blättern gewonnene Mark ist reich an lebensspendenden Stoffen wie Vitaminen Mineralsalzen, Aminosäuren, Enzymen und verdauungsfördernden Fermenten. Mit Hilfe neuester technischer Analysemethoden wurden etwa 400 Wirkstoffe, die heilend auf den menschlichen Organismus wirken, im Saft der Pflanze nachgewiesen.
Die Wirkstoffe des reinen Gels im Inneren des Aloe Vera-Pflanzenblattes werden nicht nur zur Entschlackung und Regeneration des menschlichen Organismus eingesetzt, sie sind auch ein wohltuendes Erlebnis für die Haut.
Die Wirkungen der Aloe Vera sind breit und reichen von antiallergisch über pilz- und keimtötend bis wund- und narbenheilend. Die Anwendung der Aloe Vera-Pflanze als Heilmittel gilt als äußerst verträglich. Neben ihrer Funktion als Heilpflanze ist die Aloe Vera aber auch ein vollwertiges Nahrungsmittel.
Packung mit 60 Kapseln
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