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Satte Gewinne

Pharmakonzerne geben mehr für Werbung aus als für Forschung

Freitag, 13.02.2015, 12:24
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dpa/Matthias Hiekel/Illustration Verschiedene Tabletten und Kapseln in einer Tagesbox.

Pharmakonzerne müssen hohe Preise verlangen, weil sie so viel für Forschung ausgeben? Falsch! Zwar ist die Arzneimittelforschung tatsächlich teuer. Aber noch viel mehr Geld wenden die Unternehmen für Werbung auf.

Pharmakonzerne haben nicht den besten Ruf: Kritiker behaupten, die Lobbyisten der Firmen nähmen allzu viel Einfluss auf die Politik – und entwickelten Medikamente nur für Krankheiten, die in reichen Ländern verbreitet sind und daher größere Gewinne versprechen.

Fakt ist: Die großen Pharmaunternehmen geben enorm viel Geld für Werbung aus, wie eine Erhebung des Marktforschers GlobalData zeigt.

Die Analyse ergab: Die Konzerne verbrennen deutlich mehr Geld fürs Marketing als sie für die eigentliche Arzneimittelforschung ausgeben. Beim US-Konzern Johnson & Johnson  ist es sogar mehr als das Doppelte, beim Schweizer Unternehmen Novartis  immerhin noch rund die Hälfte mehr.

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So viel geben die Konzerne für Werbung aus:

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Trommeln lohnt sich

Die gewaltigen Werbeausgaben wecken Zweifel an einem zentralen Argument der Pharmabranche. Die Konzerne rechtfertigen ihre hohen Preise für neue Medikamente und die langen Patentschutz-Fristen stets mit dem Hinweis auf ihre hohen Forschungskosten. Offenbar bleibt aber noch mehr als genug Geld übrig, das für Werbung ausgegeben werden kann.

Die Strategie scheint sich zu lohnen: Pharmaunternehmen gehören zu den profitabelsten Firmen überhaupt. Die Gewinnmargen lassen Manager anderer Branchen vor Neid erblassen.

Ein Beispiel: Laut GlobalData kommt der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer  auf eine Marge von 43 Prozent. Das bedeutet: Verkauft Pfizer ein Medikament für 100 Euro, bleiben davon nach Abzug der Kosten 43 Euro als Gewinn hängen.

 

Wen wunderts? Die Maer von der teuren Forschung existiert doch lange und ueberzeugt schon niemanden mehr.


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