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Melisse: Die Pflanze mit Herz

Epoch Times, Donnerstag, 2. Juni 2016 10:50

Ihre Blätter sehen herzförmig aus. Und genau bei Herzkrankheiten kommt sie zum Einsatz. Hildegard von Bingen beschreibt die zitronig duftende Melisse außerdem als gemütsaufhellend.


Die Melisse verströmt einen zitronigen Duft im Garten und lockt Bienen an.
Die Melisse verströmt einen zitronigen Duft im Garten und lockt Bienen an.
Foto: Ruslan Olinchuk/fotolia.com


Mmmh...Melisse. Jetzt im Frühling sprießen die duftenden leuchtgrünen Blättchen der ausdauernden Melisse in den Gärten. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die nach Zitrone duftende Pflanze als allgemein gemütsaufhellendes Mittel.

 
 

Ätherische Öle, Bitterstoffe und Harze sind für die heilsame Wirkung verantwortlich. Allerdings ist der hohe Alkoholgehalt von Melissengeist für einen Dauergebrauch nicht unbedenklich. Deshalb ist Melissentee sicher empfehlenswerter bei Wetterfühligkeit oder allgemeiner Traurigkeit.

In der Erfahrungsheilkunde wird die Melisse als hilfreich bei psychosomatischen Beschwerden im Magen-Darmbereich oder bei nervösen Einschlafproblemen empfohlen. Aber natürlich schmecken kleingeschnittene Melissenblättchen einfach wunderbar im Salat, zu Fisch- und Kartoffelgerichten.

Bei Herzschwäche

„Klosterfrau Melissengeist" wurde 1611 als Mittel gegen Herzprobleme von Karmeliterinnen kreiert. Dieses Anwendungsgebiet lässt sich mit der Signaturenlehre erklären. Danach sagt das Aussehen einer Pflanze etwas über ihren Wirkungsort im Körper des Menschen. Und bei der Melisse sind das die herzförmigen Blätter.

Melissa bedeutet im Griechischen „Biene". Der Lippenblütler war für die Imker der Antike eine geschätzte Futterpflanze. Die Melisse kam im 11. Jahrhundert aus Nordafrika über Südeuropa durch Mönche in die heimischen Klostergärten. Schon der römische Naturwissenschaftler Plinius (23 - 79) empfahl sie gegen Hypochondrie und Hysterie.

 

Macht sich gut als Topfpflanze

Die Pflanze lässt sich gut in einem üppigen Topf auf einem Balkon oder auf dem Fensterbrett halten, wo sie vor allem morgens viel Sonne bekommt. Wenn man die oberen Triebe zurückschneidet, treibt die Pflanze bis in den Herbst hinein neue Blätter.

Hat man keinen Ort zum Überwintern, kann man die Staude im Spätjahr irgendwo in die Natur setzen und sich im nächsten Frühjahr daran erfreuen. Vielleicht findet man ja irgendwo ein Plätzchen, wo sie vor jedem Gewitter sicher ist, dann kann man die Blätter mit allen Sinnen genießen.

Genuss-Tipps

 Eine bezaubernde Nascherei sind verzuckerte Melissenblätter. Dazu nimmt man pflückfrische junge Blättchen mit einer Pinzette auf, bestreicht sie mit Hilfe eines feinen Pinsels mit leicht geschlagenem Eiweiß. Anschließend werden die Melissenblättchen auf ein Bett aus Haushaltszucker gelegt und vorsichtig eingezuckert. Die köstlichen Leckereien sind in ein, zwei Stunden trocken und können für die Verzierung von Torten oder Desserts verwendet werden.

Der Zucker nimmt ein wenig das Aroma an und lässt sich gut für weitere Süßspeisen verwenden. Die verzuckerten Blättchen halten sich zwischen Butterbrotpapier wochenlang. In hüsche Gläser verpackt sind sie ein nettes Mitbringsel nicht nur für melancholische Freunde. Eine andere Idee sind kleine selbstgenähte Kissenhüllen, die mit getrockneten Melissenblättern gefüllt werden. Sehr angenehm als duftende Einschlafhilfe oder als Ruhekissen nach einem anstrengenden Tag. Der zarte Zitronenduft entfaltet sich jedes Mal aufs Neue, wenn man das Kissen benutzt.

(Elisabeth Horbach/kf)


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