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WARNUNG vor Antibiotika der Fluorchinolone-Gruppe!

Medikamente sollten eigentlich den Patienten helfen. Für eine Reihe von ihnen jedoch sind sie keine Hilfe, sondern Tödliche Medikamente. Und eine Gruppe unter diesen hat ein besonders fragwürdiges Profil: Die Fluorchinolone, die zur Klasse der Antibiotika gehören.

Was genau das Problem mit diesen Fluorchinolonen ausmacht, das habe ich in diesem Beitrag diskutiert: Fluorchinolone mit Nebenwirkungen – Ein ärztliches Rezept für Desaster.

Die Zeitschrift „Stern“ macht in einer neuen Ausgabe auf diese Problematik aufmerksam. Hier werden zwei junge Frauen zitiert, die wegen relativ banalen Infektionen beziehungsweise Entzündungen Ciprofloxacin, ein Fluorchinolon, verschrieben bekommen hatten. Laut Aussage der Zeitschrift litten beide Frauen unter einer Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Blase. Und ich habe auch immer wieder solche „armen“ Patientinnen in der Praxis, die genau das selbe Schicksal erlebten.

Es ist unglaublich wie leichtfertig Antibiotika der Gruppe der Fluorchinolone immer noch verschrieben werden! Vor allem Frauen mit Blasenentzündungen sollten aufpassen! Bild: 123rf.com – Jupiter8

Die Verschreibung von Antibiotika generell bei Entzündungen ist für mich bereits eine fragwürdige Praxis. Denn Entzündungen sind nicht notwendigerweise nur durch bakterielle Infektionen bedingt. Bei einer Virusinfektion zum Beispiel, die eine entsprechende Entzündung auslöst, ist ein Antibiotikum vollkommen wirkungslos.

 

Der übermäßige Einsatz, auch der „prophylaktische“ bei nicht gesicherten Indikationen, ist mit eine Ursache für immer häufiger auftretende Resistenzentwicklungen. Dazu zwei Beiträge von mir:

  • Der Fluch der Antibiotika
  • Mehr Antibiotika für mehr Infektionen

Ciprofloxacin hat eine Unmenge an Nebenwirkungen, die nicht nur während der Behandlung auftreten, sondern zu allem Unheil auch nach Beendigung der Antibiotikatherapie weiter bestehen bleiben!

Deshalb sind alle Fluorchinolone in den USA mit einer sogenannten „Black Box Warning“ versehen, die vor diesen einschlägigen Nebenwirkungen warnt. Ziel dieser Maßnahme ist, dass weder Arzt, noch Patient diese Warnung übersehen, denn sie sind einfach zu gravierend: Ciprofloxacin Side Effects in Detail – Drugs.com. UNd auch in Deutschland gab es sogar mehrere Rote Hand Briefe an die Ärzte, die vor dem Einsatz der Fluorchinolone warnten. Aber was passiert?

Die medikamentöse Vernichtung der Gesundheit

Für die beiden im „Stern“ zitierten Frauen hatte die medikamentöse Behandlung ihrer Störungen katastrophale Folgen. Die Blasen- und Nebenhöhlenprobleme waren zwar „vom Tisch“. Dafür taten sich Abgründe an Nebenwirkungen auf, gegen die die auskurierten Entzündungen das kleinere Problem darstellten.

Bedingt durch das Antibiotikum kam es bei einer Frau zu massiven gastrointestinalen Problemen mit Resorptionsstörungen und damit einhergehenden Schmerzen. Inzwischen leidet die Frau an einem massiven Nährstoffmangel.

Die zweite Frau erlitt Schmerzen am ganzen Körper, Herzrasen, Muskelzuckungen, die sich stetig verschlimmerten. Der „Stern“ beschreibt ihren Zustand heute so, dass ihre Armmuskulatur so schwach ist, dass sie nicht mal in der Lage ist, eine Wasserflasche zu öffnen.

Für beide Frauen ist jetzt der Gang zum Arzt oder auch teilweise ins Krankenhaus Routine/Notwendigkeit geworden.

Ich kenne auch genug Patienten die mit Sehnenabrissen zu tun hatten, sowie massiven psychischen Störungen.

Die evidenzbasierte Reaktion der behandelnden Ärzte

Beide Frauen beschreiben die Reaktion der sie behandelnden Ärzte als vollkommen ablehnend. Für die Ärzte gelten Fluorchinolone als extrem wirksam, was zu stimmen scheint, und gleichzeitig als besonders verträglich, was ein absolutes Ammenmärchen ist. Die eben zitierte „Black Box Warning“ in den USA gibt bereits Grund für diese Vermutung. Denn solche Warnungen werden auch dort nicht aus Langeweile für entsprechende Medikamente vergeben.

Fluorchinolone gelten aufgrund ihrer vehementen und häufig auftretenden Nebenwirkungen als Mittel der letzten Wahl! Das heißt, dass sie nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Antibiotika nicht mehr wirken können und schwere Infektionen Leben und Gesundheit des Patienten bedrohen. Fluorchinolone als Mittel der 1. Wahl einzusetzen ist ein kapitaler Behandlungsfehler, der aber von den meisten Ärzten als solcher nicht wahrgenommen wird. Professor Glaeske von der Universität Bremen, ein Arzneimittelexperte, kritisiert das Verordnungsverhalten der Ärzte bei Antibiotika prinzipiell, wie zum Beispiel bei: Zu viele Antibiotika für Kinder.

Aber es werden nicht nur zu viele Antibiotika verordnet, sondern dann auch noch die falschen Antibiotika. Denn der Marktanteil von Fluorchinolonen mit 16 Prozent liegt viel zu hoch für ein Reservemedikament. Diese Zahlen belegen, dass viele Ärzte diese Antibiotika-Klasse viel zu häufig und viel zu schnell verordnen. In absoluten Zahlen: Laut „Stern“ werden in Deutschland täglich 16.000 Packungen mit Fluorchinolonen verordnet, eine Nummer, die für ein Reservemedikament extrem hoch ausfällt.

Der traurige „Nachbrenner“ kommt zuletzt und als Tüpfelchen auf dem i: Da die verschreibenden Ärzte offensichtlich der Legoland-Werbung der Pharmaindustrie glauben und Fluorchinolone als unbedenklich betrachten, können demzufolge auftretende Nebenwirkungen nur einem verwirrten Geisteszustand des Patienten zu verdanken sein. Deshalb wurde den beiden im „Stern“ zitierten Frauen nahegelegt, sich „einen guten Psychiater“ zu besorgen. Und damit sind diese Patienten von ihren Ärzten zu Patienten mit physischen und psychischen Problemen verwandelt worden, was aus ökonomischer Sicht gesehen ein besonders nachhaltiges Modell darstellt. Und genau so kenne ich das auch von meinen Patientinnen!

Fazit

Der Zynismus der Schulmedizin scheint grenzenlos zu sein. Die dazu gehörige Ignoranz nicht minder. Kaum einer der Halbgötter in Weiß scheint so recht zu wissen, welche pharmakologischen Eigenschaften Fluorchinolone besitzen und welches Gefahrenpotenzial von ihnen ausgeht. Dieses evidenzbasierte Unwissen übersetzt sich dann in ungerechtfertigte, leichtfertige Verschreibungen. Die daraus resultierenden Nebenwirkungen, die auch nach dem Absetzen des Präparats fortbestehen (können), werden nicht selbstkritisch auf die eigene Verschreibung zurückgeführt, sondern auf den Geisteszustand des betroffenen Patienten.

Fazit vom Fazit: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz – nie war der Spruch wertvoller als für die schulmedizinische Praxis der medikamentösen Behandlung mit Antibiotika.

 


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