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Herzchirurgen, Infarkte und Facebook

Veröffentlicht von: René Gräber


Ein Gespenst geht in Facebook um, das „Bekenntnis“ eines etablierten Herzchirurgen, Dr. Lundell, auf dem sozialen Netzwerk, dass er und die noch etabliertere Schulmedizin die Ursachen für Infarkte und kardiovaskuläre Erkrankungen seit eh und je falsch beurteilen (World Renown Heart Surgeon Speaks Out On What Really Causes Heart Disease). Und die Diskussion, die dieser Beitrag ausgelöst hat, ist der „Kracher“. Man möchte fast meinen, der gute Doktor hat eine Geheimformel veröffentlicht, so intensiv ist das Echo auf seine Ausführungen. Aber was hat er dann letztendlich zum Besten gegeben?

 

Nachdem Dr. Lundell über Jahrzehnte das Credo der Schulmedizin zu den Ursachen für kardiovaskuläre Erkrankungen nachgebetet hatte, ist er heute zu einer komplett gegenteiligen Ansicht konvertiert. Für ihn sind eine Reihe von altbekannten Tatsachen wichtig, um diese Komplikationen schon im Ansatz zu verhindern. Dies sind eine naturbelassene Diät und der Verzicht auf industriell gefertigten Nahrungsmittel, die in der Lage sind, Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, BluthochdruckDiabetesund Morbus Alzheimer zu verhindern und möglicherweise sogar zu heilen.

Im Gegensatz dazu war er zuvor über 25 Jahre davon ausgegangen, dass die Verordnung von Statinen als Therapie und die Empfehlung von fettarmen Diäten als Prophylaxe der goldene Standard sein mussten. Mit der Einsicht in die Fehlerhaftigkeit dieses Ansatzes kam der Wunsch, mit seiner Tätigkeit als Chirurg aufzuhören und sich intensiv mit der Prophylaxe und Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu beschäftigen.

Bezeichnend sind einige Passagen in seinen Aussagen (von mir übersetzt):

Wir Ärzte mit unserer Erfahrung und Autorität entwickeln zuweilen eine ziemlich ausgewachsene Form der Selbstgerechtigkeit, die es fast unmöglich macht zu akzeptieren, dass wir auch mal Fehler machen. So wie in diesem speziellen Fall. Ich gebe öffentlich zu, dass ich mich geirrt habe. Als Herzchirurg mit einer Erfahrung von 25 Jahren und mehr als 5000 Operationen am offenen Herzen habe ich mich heute entschlossen, das Fehlerhafte in der medizinischen und wissenschaftlichen Beweisführung zu berichtigen.“

Daher betrachtet er die Empfehlungen für Statine und fettarme Diäten als „moralisch nicht mehr vertretbar“. Für ihn ist eine fettarme, kohlehydratreiche Diät der eigentliche Übeltäter, der aktiv die Wände der Blutgefäße zerstört indem sie Entzündungsprozessen Vorschub leistet. Die Entzündung bewirkt dann, dass das Cholesterin sich an die Zellwände anlagern und Plaques aufbauen kann, die dann in der Folge zu Infarkten und Schlaganfällen führen.

Hier muss ich auch einmal anmerken, dass ich die Therapie mit den Cholesterinsenkern seit Jahren für mehr als fragwürdig halte. Mehr dazu in meinem kleinen Büchlein: „Das Märchen vom bösen Cholesterin„.

Dr. Lundell führt einen weiteren und interessanten Vergleich durch. Er sagt:

Wenn man mehrere Male am Tag seinen Blutzuckerwert auf Spitzenwerte bringt, dann ist das, als ob man mit Schmirgelpapier die empfindliche Auskleidung der Blutgefäße bearbeitet. Man kann das auch damit vergleichen, dass man eine Stahlbürste oder dergleichen nimmt und sich damit die Haut so lange bürstet, bis dass die sich rötet und fast anfängt zu bluten. Dies ist eine gute Veranschaulichung, wie der Entzündungsprozess im Körper ablaufen kann.“

Darüber hinaus sieht er neben den Kohlenhydraten auch das Verhältnis vonOmega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren in der normalen westlichen Ernährung als Mitverursacher an. Ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren begünstigt Entzündungsprozesse. Und die Amerikaner nehmen mit ihrer Standardnahrung, die reich an Mais- und Sojaölen sind, so viel Omega-6-Fettsäuren auf, dass das Verhältnis, das eigentlich 3 zu 1 Omega-6 zu Omega-3 sein sollte, auf 15 zu 1 hochschnellt. Auch diese Aussage wird von einer Reihe von ernstzunehmenden Wissenschaftlern unterstützt.

Auch seine Ansicht vom Metabolismus des Menschen, der mehr einem Jäger und Sammler aus der Steinzeit entspricht und dessen Stoffwechsel nicht geschaffen ist für den dauerhaften Konsum von Zucker und hohen Mengen an Omega-6-Fettsäuren, ist eine inzwischen nicht selten vertretene Ansicht.

Für Lundell gibt es daher nur eine Antwort auf dieses Problem. Und das ist die Rückkehr zu einer natürlichen Ernährungsweise. Man sollte am besten nur das essen, was auch unsere Großmütter als gesunde Nahrung angesehen hatten. Daher sollte man mehr Proteine und komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen, wie sie in Obst und Gemüse vorkommen. Und das kommt meiner Auffassung einer gesunden Ernährung schon sehr nahe: www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/

Dr. Lundell geht sogar so weit, dass er auch das Credo gegen die gesättigten Fettsäuren verwirft, die laut Schulmedizin bevorzugt durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden sollten. Er bevorzugt Olivenöl und Fleisch von Rindern, die noch auf der Weide haben grasen dürfen, anstelle von industriell gefertigten Produkten ähnlicher Machart, die aber mit hohen Konzentrationen an Omega-6-Fettsäuren versehen sind.

Und dann schreibt er es noch einmal ganz deutlich, sehr wahrscheinlich für alle, die immer noch nicht ihren Augen trauen wollen:

Da wir jetzt wissen, dass das Cholesterin nicht die Ursache für Herzerkrankungen ist, ist die Fokussierung auf die gesättigten Fette heute nochmals eine Nuance absurder geworden. Die offizielle Schulmedizin machte einen fürchterlichen Fehler, als sie den Menschen den Rat gab, gesättigte Fette zu vermeiden und dafür Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren zu bevorzugen.“

Facebook Hype reloaded?

Soweit machen diese Aussagen Sinn. Sie werden von einer Reihe von Wissenschaftlern geteilt. Und wie es aussieht, nimmt die Zahl der Wissenschaftler zu, die diese Ansicht vertreten. Dr. Lundell gehört zu diesen Leuten, die sich hier angeschlossen haben.

Was aber eigenartig erscheint, ist der Hype in den sozialen Medien, der dieses „Bekenntnis“ ausgelöst hat. Es gibt eine Reihe von Wissenschaftlern, die diese Erkenntnisse schon viel früher „zu Protokoll“ gegeben haben, ohne dass der Hype ausgebrochen wäre.

Dazu kommt noch, dass Dr. Lundell 2012 schon einmal von sich reden machte, als er sein 2007 erschienenes Buch „The Cure for Heart Disease“, das genau diese Argumente enthält, öffentlich diskutierte.

Teil dieses Aufsehens war eine saftige „Würdigung“ von Quackwatch. Quackwatch ist ein amerikanisches Pendant zu Psiram und wird von einem pensionierten Psychiater, Dr. Stephen Barrett, geleitet. Er schrieb dann auch die Verdammung von Dr. Lundell (allerdings zu einem anderen Buch von ihm „The Great Cholesterol Lie“): A Skeptical Look at Dwight Lundell, M.D. (quackwatch.org/11Ind/lundell.html)

Ich habe keine Lust, diese „Bulle für den rechten schulmedizinischen Glauben“ näher zu diskutieren, da im gesamten Verlauf der Auseinandersetzung nicht ein Wort zum Inhalt des Gesagten geäußert wird. Frei nach der Devise „die Schulmedizin hat immer Recht“, analysiert der Psychiater, welche psychiatrischen Verläufe einen Menschen wie diesen Dr. Lundell zu einem Abtrünnigen und Häretiker an der einzig wahren Glaubensrichtung gemacht haben können.

Und da tun sich Welten auf. Denn der gute Dr. Lundell hatte schon einmal finanzielle Probleme, hatte es nicht so mit der bürokratisch erforderlichen medizinischen Dokumentation und hat auch schon mal vergessen, seine Steuern anzugeben und zu zahlen. Kurz: Unser Psychiater kommt zu dem Schluss, dass jemand, der behauptet, Omega-6-Fettsäuren sind zu hoch und Cholesterin hat mit Herzinfarkten nichts zu tun, keine Steuern zahlt – ein typisches und untrügerisches Zeichen für Renegantentum. Denn wer keine Steuern zahlt und sonst auch bürokratischen Erfordernissen nicht nachkommen will, der zeigt damit schon, dass er einen Mangel an menschlichen Qualitäten hat. Und dieser Mangel muss sich dann auch auf die medizinische Praxis niederschlagen – und natürlich weg vom einzig wahren Glauben an die Ursachen für kardiovaskuläre Probleme und Erkrankungen. Ab auf den Scheiterhaufen!

Fazit

Dr. Lundell erregt Aufsehen nicht etwa, weil er vollkommen neue Ansichten vertritt. Die Ansichten, die er jetzt auch vertritt, sind auf dem besten Weg, die Märchenwelt der schulmedizinischen Erklärungen abzulösen. Vielmehr scheint es die Tatsache zu sein, dass ein Vertreter einer besonders konservativen Ecke der Schulmedizin (der Kardiologie), vom schulmedizinischen Paulus zum Saulus konvertiert ist. Und immer dann, wenn er seine Nase zum Fenster herausstreckt und seine Version kundtut, dann schlägt es Wellen. Und diese Wellen machen auch nicht vor persönlichen Verunglimpfungen seitens pensionierter Psychiater halt.

 

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