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Teurer Kampf gegen den Krebs

So verdient die Pharmaindustrie Milliarden mit dem Krebsleiden

Sonntag, 23.08.2015, 17:42 · von FOCUS-Online-Autor
 
 
 
Roche, Pharmaindustrie, Krebs
dpa/Arno BurgiNach Angaben des Gesundheitsministeriums kostet die Krebsbehandlung 15 Milliarden Euro im Jahr.

Jeder Zweite erkrankt in Deutschland an Krebs. Die Pharmaindustrie entwickelt immer mehr Medikamente um Erkrankungen zu bekämpfen – zu immer höheren Preisen. Doch die Kosten sind laut Experten nicht gerechtfertigt.

"Sie haben Krebs." Mit dieser grausamen Nachricht beginnt für viele Menschen der Kampf ums Überleben. Chemotherapie, Strahlentherapie und Tabletten können die Lebenserwartung erweitern und in vielen Fällen sogar zur Heilung beitragen.

Krebsbehandlung kostet im Schnitt 100.000 Dollar

Dafür kommen sehr teure Arzneimittel zum Einsatz. Je weiter die Medizin voranschreitet, desto höher drohen die Kosten für eine Therapie zu explodieren. Mediziner aus den USA errechneten: Eine Krebsbehandlung kostet im Schnitt 100.000 Dollar. Für ein im Jahr 2014 entwickeltes Präparat zahlen Patienten und Krankenkassen in den USA pro Monat 35.000 Dollar.

Alleine im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Pharmaindustrie erstmals über 100 Milliarden Dollar nur durch Präparate zur Krebsbekämpfung. Die Onkologie gehört zum wichtigsten Wachstumsmarkt überhaupt.

Während sich die Unternehmen über den wachsenden Profit freuen, wächst bei Ärzten und Patienten die Sorge vor den steigenden Kosten.

Ein Gramm Medizin ist 4000-Mal teurer als Gold

Als beim weltweit größten Kongress der Amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) im vergangen Juni zwei neue Medikamente gegenHautkrebsvorgestellt wurden, empörte sich ein Onkologe über den Preis der Medizin. Ein Gramm sei 4000mal so teuer wie die gleiche Menge anGold, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Der Vorwurf der Ärzte und Experten: Börsennotierte Konzerne wieRoche undNovartis , die führenden Anbieter von Krebsmedikamenten, drückten für ihre Medikamente überzogene Preise durch.

Im Video: Nachts ständig wach? Dieses eine Problem erhöht Ihr Krebsrisiko 

FOCUS Online/WochitNachts ständig wach? Dieses eine Problem erhöht Ihr Krebsrisiko

Die Pharmaindustrie wehrt sich gegen die Kritik. Sie investiert Milliardenerträge in neue Methoden und Therapien. Je weiter die Forschung heranschreitet, desto aufwändiger wird sie. Die Folge sind hohe Behandlungskosten. 

Krebs kostet Deutschland 15 Milliarden Euro

Auch in Deutschland steigen die Behandlungskosten - und zugleich auch die Zahl der Krebspatienten. Laut Robert-Koch-Institut liegt das Risiko für Männer, im Lauf des Lebens an Krebs zu erkranken, bei 51 Prozent. Für Frauen bei 43 Prozent. Tendenz steigend. Wissenschaftler gehen von 40 Prozent mehr Krebsfällen bis 2030 aus.

Für die Krankenkassen ist das eine Hiobsbotschaft. In Deutschland fließen knapp zehn Prozent der Gesundheitsausgaben in die Behandlung von Krebs, nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind das mehr als 15 Milliarden Euro im Jahr.

Die Techniker Krankenkasse errechnete in einer Studie, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Krebsmedikamente bis zum Jahr 2016 auf 3,25 Milliarden Euro ansteigen.

Nach einer Analyse des SPD-Abgeordneten und Medizinprofessor Karl Lauterbach kommt es bis 2030 zu einer Kostenexplosion. Jährlich sollen allein die deutschen Krankenkassen 45 Milliarden Euro zusätzlich für die Behandlungen aufbringen.

Im Video: Diese Beeren töten Krebszellen effektiv und extrem schnell:

Huffington Post/WochitDiese Beeren töten Krebszellen effektiv und extrem schnell

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